Deepfakes werden immer gefährlicher und reallistischer. Erfahren Sie, wie Cyberkrimminelle KI nutzen um Stimmen und Videos zu fälschen und wie wir uns schützen können.

Früher waren gefälschte Foto schwer zu erkennen. Es gab in der Fotobearbeitung nur Programme wie Photoshop, mit welchen es schwierig war gefälschte Fotos echt aussehen zu lassen. Mittlerweile kann man in KI Diensten wie ChatGPD, Gemini als auch in eigens dafür entwickelte Apps wie Canva, innerhalb von Sekunden täuschend echte gefälschte Fotos erstellen. Diese sind kaum noch von echten Fotos zu unterscheiden.

Es werden mittlerweile auch durch künstliche Intelligenz täuschend echte echte Fake Videos und echte Stimmen erzeugt.

Durch solche Täuschungen entwickeln sich Deepfakes zu einem der größten Cybersecurity-Risiken.

Was sind Deepfakes?

Deepfakes sind KI-generierte täuschend echte Medieninhalte wie Fotos Videos und Tonaufnahmen. Es können durch KI falsche Gesicht und Tonaufnahmen ausgetauscht werden und es können so menschen Dinge sagen oder tun, die sie in der Realität nie gesagt oder getan haben. Es gibt jedoch Unterschied von harmloser Unterhaltung, wie dies in der Unterhaltung bei Filmprojekten und Satire zb bei der Synchronisation oder auch selbst für eigene Unterhaltung eingesetzt wird. Der Unterschied ist das die beteiligten da wissen das es sich um harmlose Satire handelte und dies als solche erkennbar ist. Kriminell wird es dagegen wenn dies nicht mehr erkennbar ist und zum Beispiel bei Politikern und prominente Personen Fake News und Desinformation generiert wird um Unruhe zu stiften oder Wahlen sogar manipuliert werden.

Ein weiterer Btrugsfall wäre durch Deepfakes scamming!

Hierbei wird durch täuschend echten Videos und Anrufen von angeblichen Chefs , Angehörigen oder anderen Personen nach Geld erpresst. Ein weiterer krimineller Aspekt wären, Deepnudes, ein einfügen von Gesichtern in pornografischen Medien. Dies kann die Existenz derjeniger Zerstören und ist strafbar. Es erfolgt auch oft Identitätsdiebstahl im privaten und beruflichen Umfeld um kompromittierende Inhalte zu fälschen.

Wie Cyberkriminelle Deepfakes einsetzen

Gefälschte Anrufe

Es werden oft Stimmen von Familienmitgliedern oder vorgesetzten kopiert kopiert. Dabei werden Opfer zur Datenweitergabe oder Überweisungen erpresst.

Unternehmensbetrug

Oft imitieren Kriminelle Geschäftsführer. Dabei erhalten Geschäftspartner und Angestellte falsche Anweisungen.

Identitätsdiebstahl

Es werden gezielt gefälschte Videos zur Kontoeröffnung eingesetzt. Es können mittlerweile Biometrische Daten unbefugt Genutzt oder Kopiert werden um so kann eine Scheinidentität täuschend echte wirken. So kann eine Identitätsprüfung umgangen werden.

Social Engineering

Beim social Engineering werden Deepfakes und Phishing kombiniert. Dadurch ergibt sich eine höhere glaubwürdig bei Betrugsversuchen.

Bekannte Betrugsbeisfälle

Bei der sogenannten „Chef-Masche“ (CEO-Fraud) manipulieren Kriminelle Mitarbeitende, um hohe Geldsummen ins Ausland zu überweisen. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (Deepfake-Stimmen) und präzisem Social Engineering nehmen die Fälle und die verursachten Schäden drastisch zu.

KI-generierte Betrugsanrufe verzeichnen weltweit einen alarmierenden Anstieg und verursachen immense Schäden. Cyberkriminelle nutzen KI-gestützte Stimmklonung (Voice Cloning) und Deepfakes, um sich als Bankmitarbeiter, Vorgesetzte oder Angehörige auszugeben

Soziale Medien sind die primäre Datenquelle für Audio-Deepfakes. Durch sogenanntes Voice Cloning genügen oft wenige Sekunden echtes Audiomaterial, um eine Stimme perfekt zu imitieren. Quellen wie TikTok, Instagram, X oder LinkedIn bergen durch öffentlich zugängliche Videos enorme Risiken für Identitätsdiebstahl und Betrug.

Warum Deepfakes immer gefährlicher werden

KI Tools werden heutzutage immer leichter zugänglich.

Diese Tools haben keine oder geringe Kosten.

Diese Deepfakes werden immer schneller verbreitet durch soziale Medien.

Woran man Deepfakes erkennen kann

Bei Videos

Unnatürliche Augenbewegung: Künstliche Gesichter blinzeln oft unregelmäßig, zu selten oder gar nicht. Auch tote, starre Blicke oder unnatürliche Lichtreflexionen in den Pupillen sind häufige Fehler.

Merkwürdige Lippenbewegungen

Achten Sie auf asymmetrische Gesichtszüge oder wenn Lippenbewegungen nicht zur Tonspur passen (Lippensynchronität).

Verzerrte Gesichtszüge: Unnatürliche Bewegungen des Kopfes oder der Schultern können auf eine nachträgliche Bearbeitung hindeuten.

Bei Audio

Ungewöhnliche Betonung

Menschen betonen Wörter emotional und passen Tonhöhe und Lautstärke intuitiv an. Klingt die Stimme völlig monoton (wie aus dem Roboter-Lehrbuch) oder wechselt die Tonhöhe mechanisch, ist Vorsicht geboten.

Fehlende Emotionen

Audio-Deepfakes lassen sich oft durch eine mechanische, monotone Sprachmelodie entlarven. Echte menschliche Stimmen variieren in Tonhöhe und Lautstärke und drücken organische Emotionen wie Freude oder Wut aus. Künstlich generierte Stimmen klingen in ihrer emotionalen Färbung oft flach, unnatürlich oder übertrieben. audio

Fehlende natürliche Pausen: Künstliche Intelligenzen haben oft Probleme mit der natürlichen Rhythmik. Achten Sie auf abgehackte Übergänge, zu lange Pausen oder Sätze, die ungewöhnlich schnell und ohne Atmen heruntergerattert werden.

Allgemeine Warnsignale

Unerwartete Geldforderungen: Es wird unerwartet Geld gefordert. Oft werden dafür Notfälle oder eine Dringlichkeit vorgespielt.

Hoher Zeitdruck: Es wird gedrängt schnell zu Handeln und es muss alles sofort erfolgen. Es wird keine Zeit gelassen Entscheidungen zu treffen sondern es wird zur sofortigen Tat wie Überweisung gedrängt.

Ungewöhnliche Kommunikationswege:

Man wird durch Unnatürliche Kommunikationwege wie soziale Netzwerke kontaktiert. Dabei handelt es sich nicht um offizielle Profile der Kommunikationspater.

Schutzmaßnahmen

Prüfen Sie immer von Ihrem Gegenüber die Identität. Wenn dieser zögert können Sie davon ausgehen das es sich um einen Fake handelt.

Rufen Sie immer bekannte Telefonnummern zurück.

Nutzen Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Teilen Sie nie sensible Informationen vorschnell.

Schulen Sie die Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen.

Die Zukunft der Deepfake-Technologie

Die Zukunft der Deepfake-Technologie wird von einem ständigen „Katz-und-Maus-Spiel“ zwischen immer raffinierteren Fälschungsmethoden und fortschrittlichen Erkennungssystemen bestimmt. Da die manuelle Erkennung durch das menschliche Auge zunehmend versagt, setzen modernste Abwehrsysteme auf automatisierte, KI-gestützte Forensik, hardwarebasierte Echtheitszertifikate und erklärbare KI.

Neue gesetzliche Regelungen

Es gibt zum Beispiel neue Richtlinien die durchgreifen bei sexualisiertem Inhalt.

Digitale Medienkompetenz entwickelt sich rasant vom nützlichen Soft Skill zur überlebenswichtigen Kulturtechnik, da die Unterscheidung zwischen Realität und KI-Generierung zunehmend verschwimmt.

Fazit:

Digitale Deepfakes sind längst nicht mehr Unterhaltung sondern kriminelle Straftaten und Betrugsmechanismen. Die Cyberkriminellen nutzen wie „echte Firmen“ die Technologie professionell. Die Wachsamkeit und technische Schutzmechanismen werden heute immer wichtiger.

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